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Leicht, locker und hochmotiviert zum höchsten Saisonsieg

 

Vor dem Anstoß wurde Rabus Chefcoach Steffen „Karle“ Schiefner feierlich verabschiedet. Auf 47 Jahre aktiv beim TSV als Spieler und Trainer, die letzten Sieben davon als „Chef“ der 1. Männer, kann er zurück blicken, bevor er nun erstmal in den fußballerischen Ruhestand geht. Vielen Dank „Karle“, Du hast das Gesicht des Radeburger Fußballs mit geprägt. Entsprechend motiviert begannen die Zillestädter auch das Spiel gegen den Tabellenletzten. Präzise Pässe auf die Außen stellte die Nossener gleich vor ein Problem. In der 11. Minute wurde Oliver Geißenhainer nach einer Flanke im Luftduell von den Gästen regelwidrig abgeräumt, den fälligen Elfer verwandelte Kay Richter in gewohnt sicherer Manier. In der 18. startete Geißenhainer energisch auf Rechts durch, seine halbhohe Eingabe verwertete Andre Scheiblich spektakulär mit der Hacke zum 2:0.

 Tim Peukert behauptete sich in der 25. stark auf der linken Seite und netzte dann aus spitzem Winkel zum 3:0 ein. Bis zur Pause beließen es die Gelb-Schwarzen erstmal dabei, die Gelegenheiten zu weiteren Torerfolgen waren durchaus vorhanden. Vom Absteiger war trotz aller Bemühungen nicht viel zu sehen, zu klar beherrschte Rabu das Terrain. Auch nach der Pause gabs Chancen in Hülle und Fülle für die Gastgeber. Dabei avancierte Nossens Keeper Frank Schirrmeister erstmal zum kleinen Helden, mit spektakulären Paraden verhinderte er vorerst eine Toreflut. Das hielt bis zur 68. Da schoss er beim Abwehrversuch in höchster Not Tommy Klotsche an, der hatte dann freie Bahn und es stand 4:0. Nun brachs über die Gäste herein. Von Richter angespielt setzte Andreas Thieme vom Mittelfeldkreis zu einem Riesensolo an und lies zum Schluss auch dem Keeper keine Chance (72.). Erneut T. Klotsche (75.) und Arno Walther (75.) schraubten das Ergebnis schnell in die Höhe. Danach wurde es fast zu einem Privatduell zwischen Christoph Behrisch und dem Gästetorwart. Der Radeburger, von seinen Mitspielern immer wieder gut in Szene gesetzt versuchte unbedingt sich auch am Torreigen zu beteiligen. Doch der Nossener wuchs noch einmal über sich hinaus. Und mit etwas Glück verwehrte er Behrisch den Torjubel bis zum Schlusspfiff. Da am gleichen Spieltag Tauscha punktete und Berbisdorf verlor steht Rabus Endplatzierung als 6. bereits vor dem letzten Spieltag fest. Mit klarem Torplus und auch mal die Großen geärgert dürfte das Saisonziel erreicht sein und man kann nun das letzte Spiel beim Kreismeister Kreinitz ebenso leicht und locker angehen.

Nach dem Abpfiff trafen sich noch zahlreiche Fans, Spieler, Offizielle des Fußballs, des TSV und des Rates der Stadt mit Familie Scheiblich auf dem Radeburger Friedhof. Anlass war der Vorabend des Todestages des vor einem Jahr tragisch verunglücktem Dieter „Schabba“ Scheiblich. Mit einer Gedenkminute und einer kleinen Rede wurde nochmal seiner gedacht. Auch das gehört zum Radeburger Fußball.  

RaWe

   

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Ich weiß auch nicht, wo bei uns der Wurm hängt

Fabrizio Hayer

   
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