4. Spieltag SV Berbisdorf - TSV 1862 Radeburg

Rabu gelingt Revanche im Ortsderby

 

Das wie immer heiß umkämpfte Derby eröffnete Berbisdorfs Arno Hoffmann in der 9. Minute mit einem Gewaltschuss. Karsten Jentzsch bekam gerade noch so die Fäuste hoch und konnte die Kugel über den Balken lenken. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, nur Strafraumszenen gab es kaum zu sehen. In der 19. dann eine kuriose Szene. Die Gastgeber hatten durch Hoffmann ein schönes Kopfballtor erzielt, doch die Zillestädter protestierten energisch.

Den gerade zum Zeitpunkt des Angriffes befand sich ein zweiter Ball auf eben dieser Seite im Spielfeld, was natürlich nicht regelgerecht ist. Nach Befragen des Linienrichters setzte der Schiri das Spiel mit Schiedsrichterball an der ominösen Stelle fort, gab den Treffer also nicht. Den erzielten dann die Gelb-Schwarzen in der 26.. Nach Ecke gab es einen Pressschlag vorm Berbisdorfer Gehäuse und das Leder kam zu Christoph Behrisch.  Der jagte es kurzentschlossen in die Maschen. Rabu wollte nun nachwaschen. Tim Peukerts Freistoßhammer in der 35. zwang dann auch Ron Pätzold zu einer Glanztat. Aber auch die Gastgeber gaben nicht klein bei, beschäftigten die Gästeabwehr mehr als denen lieb war. So auch in der 45. als kein Radeburger den Ball aus dem Strafraum heraus bekam. Schließlich setzte Marco Hirsch mit straffen Schuss aus 11-m dem Treiben ein Ende und traf zum verdienten Ausgleich. Nach der Pause steigerte sich dann Rabu vor allem in spielerischer Hinsicht. Dem konnten die Hausherren nur noch ihren Kampfgeist entgegensetzen. Wurden dabei aber immer mehr in die eigenen Hälfte gedrängt. Und hatten zunächst auch Glück, als eine Flanke von David Müller nur die Querstange rasierte. Auch Behrisch brachte in der 57. freistehend das Streitobjekt nicht im Tor unter. Umso frecher dann der erneute Führungstreffer für Rabu in der 65. durch Andreas Thieme.. Als alle mit einer Flanke von Links rechneten, narrte er zwei Gegenspieler und schoss aus nahezu unmöglichen Winkel ins Lange zum 2:1 ein. Zwei Minuten später konnte Peukert nach energischem Antritt die Führung ausbauen. Erst scheiterte er jedoch an Pätzold, der Nachschuss wurde spektakulär zur Ecke gelenkt. Berbisdorf war nun gefordert, doch es sollte nur noch zu einer großen Gelegenheit kommen. Toni Maitschke hatte sich gekonnt im Radeburger Strafraum durchgesetzt. Sein Lupfer über Jentzsch gelang auch, aber der Ball konnte noch zur Ecke geklärt werden. Nach dieser jagte Henri Petzold die Kugel mit tollem Direktschuss nur ganz knapp über den Balken. Danach gab es nur noch Möglichkeiten für die Gäste. So in der 87., als sich vorm Berbisdorfer Tor eine ähnliche Szene wie beim Ausgleich abspielte. Nur das diesmal kein Gelb-Schwarzer zum entscheidenden Abschluss kam. Oder eine Minute später, als Thieme Pätzold gleich zweimal nicht überwinden konnte.  Aufgrund der klaren Steigerung in der zweiten Hälfte nahmen so die Zillestädter erfolgreich Revanche für die im Frühsommer erlittene Heimniederlage.

 

RaWe

   

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Ich wollte den Ball treffen, aber der Ball war nicht da (er hatte gegen Michael Schulz nachgetreten)

Anthony Yeboah

   
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